Der Scrum Master stellt sich vor!

//Der Scrum Master stellt sich vor!

Der Scrum Master stellt sich vor!

Was bedeutet Scrum und wie sieht der Alltag eines Scrum Masters eigentlich aus? Damit ihr eine bessere Vorstellung davon bekommen könnt, haben wir dies einmal für euch zusammengefasst.

Scrum…

…nutzt einen iterativen, inkrementellen Ansatz, um komplexe Produkte zu entwickeln und Risiken zu kontrollieren, mittels drei Säulen:

  • Transparenz aller Aspekte des Prozesses, der Arbeit und der Entscheidungen. So werden Hindernisse und Risiken schneller erkannt und können behandelt werden.
  • Überprüfung des Fortschritts bei der Produktumsetzung, des Arbeitsablaufes und der Rahmenbedingungen der Entwicklung sowie der Qualität der Arbeit und der Prozesse. Empirische Prozesse und Erkenntnisse werden eingesetzt um im nächsten Schritt Verbesserungen herbeizuführen.
  • Anpassung an die aktuelle Situation um auf Veränderungen oder Kundenwünsche reagieren zu können. Anpassungen erfolgen durch Veränderung der Anforderungen. Dies geschieht z.B. durch Umpriorisierungen, Änderungen am Entwicklungsprozess, z.B. als Ergebnis einer Untersuchung durch das Team oder bereits während der Entwicklung innerhalb des Sprints durch direktes Feedback der Stakeholder. Anpassungen basieren auf Erkenntnissen und Untersuchungen während der Entwicklung und sind derKern der Agilität.

Das Scrum-Team besteht aus…

…dem Product Owner: Verantwortlicher für die Wertmaximierung des Produkts durch Definition und Auswahl der wichtigsten und wertvollsten Anforderungen zur Umsetzung. Der Product Owner entscheidet dies selbstständig, auf Basis von eigener Erfahrung und Feedback der Anwender. Neben dieser Verantwortung ist der Product Owner ebenfalls für die Kommunikation mit den Stakeholdern und für das Verständnis der Anforderungen durch das Entwicklungsteam zuständig.

…dem Entwicklungsteam: Profis, die am Ende jeden Sprints ein fertiges Inkrement übergeben, welches potentiell auslieferbar ist (PSIP). Während der Product Owner definiert und verantwortet, was fachlich notwendig ist, ist das Entwicklungsteam dafür verantwortlich, wie es am besten umzusetzen ist. Dazu gehören die Auswahl der passenden Technologie und Architektur sowie die Gestaltung der Entwicklungsprozesse.

…dem Scrum Master: Trainer, Coach und Verantwortlicher für die Einführung und das Erlernen eines Scrum Prozesses im Projekt. Zum Wirkungsbereich eines Scrum Masters gehören sowohl die Entwicklungsteams, als auch Management-Rollen um die notwendigen Veränderungen für die Einführung eines funktionierenden agilen Arbeitsprozesses zu unterstützen.

Durch die Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gibt der Scrum Master den Teams Werkzeuge um sich dauerhaft selbst zu überprüfen und eigenständig auf Anforderungen und Veränderungen reagieren zu können. Um die Teams weiter zu unterstützen sorgt der Scrum Master auch dafür, dass Hindernisse im Entwicklungsprozess und der Organisation aus dem Weg geräumt werden um eine flüssige Entwicklung zu ermöglichen.

Als Verantwortlicher für die Einführung und Durchführung von Scrum vermittelt der Scrum Master nicht nur die Werte von Scrum, sondern sorgt auch dafür, dass die Zeremonien inklusive ihrer Ziele und Werte verstanden und richtig durchgeführt werden. Die Regeln von Scrum werden erklärt und auf ihre Einhaltung wird geachtet.

Scrum Ereignisse…

…dienen dazu die Entwicklung zu organisieren und den iterativen Ansatz zu implementieren. Scrum Ereignisse finden regelmäßig zu bestimmten Zeitpunkten statt. Jedes Ereignis verfolgt ein eigenes Ziel im Rahmen des iterativen Scrum Prozesses und ist Teil des Gesamtkonzepts.

Der Sprint (i.d.R. 2-4 Wochen): das Herz von Scrum innerhalb dessen ein fertiges, nutzbares und potenziell auslieferbares Produkt-Inkrement hergestellt wird. Ist ein Sprint zu Ende, beginnt sogleich der nächste. Es gibt keine Pausen zwischen Sprints.

Sprint Planning (max. 8 Stunden): Planung der Arbeit für den kommenden Sprint. Dazu gehört die Besprechung der Backlog-Items, Definition eines Sprint-Ziels und interne Planung der Arbeit durch das Entwicklungsteam.

Sprint-Ziel: Die Definition eines Sprint Ziels bietet Flexibilität in Bezug auf die Umsetzung und verhindert somit eine zu starke Fixierung auf einzelne Backlog Items. Das Sprintziel bietet also einen Leuchtturm für die Umsetzung innerhalb des Sprints und keinen genauen Fahrplan. Sollte das Sprint Ziel während des Sprints in Gefahr geraten, also eine Umsetzung ggf. nicht möglich oder nur in anderem Umfang möglich sein, stimmen sich Entwicklungsteam und Product Owner über die Erkenntnisse und Optionen ab um den zu liefernden Wert weiterhin zu maximieren.

Daily Scrum (max. 15 Minuten): Synchronisierung der nächsten Aktivitäten und Planung bis zum nächsten Daily Scrum. Dabei verständigt sich das Entwicklungsteam über die nächsten zu erledigenden Aufgaben und koordiniert sich selbst. Hindernisse werden transparent angesprochen und deren Beseitigung koordiniert.

Sprint Review (4 Stunden): Bietet die Gelegenheit am Ende eines Sprints den aktuellen Produktstand zu begutachten, Feedback durch die Stakeholder einzuholen und auf dieser Basis das Product Backlog für zukünftige Iterationen anzupassen. Am Sprint Review sind alle interessierten Parteien (Stakeholder) eingeladen. Das Entwicklungsteam und der Product Owner präsentieren die Ergebnisse der aktuellen Iteration. Ggf. gibt es auch die Möglichkeit, das Produkt selbst auszuprobieren.

Sprint Retrospektive (3 Stunden): Ist ein Mittel zur Selbstreflektion und bietet dem Scrum-Team die Möglichkeit sich selbst zu überprüfen und Verbesserungen und Veränderungen für den nächsten Sprint zu beschließen. Eine Retrospektive findet üblicherweise zwischen dem Sprint Review und dem nächsten Sprint Planning statt um ggf. direkt in der Planung Verbesserungen einfließen zu lassen.

Scrum Artefakte…

 repräsentieren Arbeit oder Wert um Transparenz sowie Möglichkeiten zur Überprüfung und Anpassung zu schaffen.

Product Backlog: Ist eine nach Wert oder Anwendernutzen geordnete Liste von Anforderungen, Funktionen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen, die das Produkt nach aktuellem Stand noch erhalten soll. Es ist nie vollständig und entwickelt sich mit dem Produkt weiter. Das Product Backlog wird durch den Product Owner verwaltet indem neue Wünsche hinzugefügt, überflüssiges entfernt, Details ausgearbeitet und Priorisierungen/Reihenfolgen geändert werden. Der Detailgrad des Product Backlog ist nicht einheitlich, so sind die obersten Einträge üblicherweise genauer detailliert, während Anforderungen in weiter Ferne noch grob beschrieben sind.

Sprint Backlog: Ist die Summe aller ausgewählten Product Backlog-Einträge für den Sprint und macht den Stand und die Menge der zu erledigenden Arbeiten sichtbar, die zur Erreichung des Sprint-Ziels notwendig sind.

Inkrement: Ist das Ergebnis aller in einem Sprint fertiggestellten Product Backlog-Einträgen. Bei dem Inkrement handelt es sich um ein ausführbares Produkt.

Time Box: Die angegebenen Zeiten richten sich nach einem einmonatigen Sprint

Habt ihr Lust bekommen, als Scrum Master zu arbeiten? Wir haben momentan eine offene Stelle als Scrum Master – hier erhaltet ihr nähere Infos! Was wir schon einmal versprechen können: Bei isento herrscht eine angenehme, kollegiale Atmosphäre, eine offene Unternehmenskultur und flache Hierarchien. Unsere Arbeit erledigen wir mit Leidenschaft und die Work-Life-Balance kommt auch nicht zu kurz – regelmäßige Team-Events, flexible Arbeitszeiten und die stets prall gefüllte Eistruhe sorgen schon dafür.

Von |2018-08-30T15:22:55+00:0021. Juni 2018|Agilität|0 Kommentare
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. OK